Motorpflege: Mit diesen Tipps hält der Antrieb länger

25.10.2016 · 17:00 Uhr

Der Antrieb von Fahrzeugen muss im Alltag einiges leisten und teilweise markanten Strapazen standhalten. Um die Lebensdauer der Motorisierung zu verlängern, können Fahrzeugführer einiges tun. In diesem Ratgeber wurden zehn Tipps zur Motorenpflege aufgeführt.

Lebensdauer des Motors verlängern

1. Inspektionen einhalten

Termine für Inspektionen kommen vielen Fahrzeughaltern lästig vor. Zwar kosten sie einiges, aber hinsichtlich der Lebensdauer des Motors sind diese Checks sehr wichtig. Zahnriemen, Motorenöl, Zündkerzen und viele andere Verschleiß-Elemente werden überprüft und regelmäßig ausgetauscht.

2. Warnungen ernst nehmen

Häufig kündigen sich Schäden am Motor vorher an. Doch leider werden die warnenden Hinweise oft ignoriert, sei es wegen Zeitmangel oder Unwissenheit. Damit der Antrieb keinen unbemerkten Totalschaden erleidet, sollten ungewöhnliche Gerüche, Geräusche oder ähnliches stets ernst genommen werden. Steuern Sie die Werkstatt Ihres Vertrauens an und lassen Sie das Fahrzeug überprüfen. Nicht selten führen zwar nur Kleinigkeiten zu untypischen Anzeichen, doch werden diese zu lange missachtet, avancieren sie zu großen Problemen. Und die bringen meist hohe Kosten mit sich.

3. Motoröl rechtzeitig wechseln

Damit ein Motor läuft wie geschmiert, muss das Motorenöl regelmäßig ausgetauscht werden. Eine preisgünstige Angelegenheit, die vielen Fahrzeughaltern bereits zu teuer oder aufwändig ist. Die Folge: Der Motor nimmt auf Dauer schaden. Motorenöle verlieren langfristig an Schmierkraft, was dem Antrieb schadet. Frisches Öl ist in der Lage Verbrennungsrückstände und metallische Partikel aufzunehmen, zu binden und Ablagerungen zu meiden. „Heute muss man Motoröl wechseln, wenn man ca. 50000 km mit dem Auto gefahren ist. Nach ca. 18 Monaten ist heute aber trotzdem ein Ölwechsel, unabhängig davon ob man die erforderliche Strecke schon gefahren ist oder nicht, meist vorgeschrieben“, wird im Motoröl-Test unter vergleich.org erläutert, indem sieben Öle von verschiedenen Herstellern überprüft wurden. Allerdings hängt das Intervall unter anderem vom Hersteller des Motors ab und kann deshalb von der Empfehlung von 50.000 Kilometern abweichen. In der folgenden Tabelle werden einige Automarken inklusive Ölwechsel-Intervallempfehlung genannt. Die Daten sollen allerdings lediglich der Orientierung dienen und ersetzen nicht den Blick ins Handbuch:

MarkeKilometerMonate
Ford20.00012
Audi30.00024
Mercedes30.00024
BMW30.00024
Renault15 - 30.00012
VW15 - 30.00012 - 24

Rund alle 1.000 Kilometer sollte der Ölstand überprüft werden, um sicherzustellen, dass immer ausreichend Öl vorhanden ist.

4. Kühlwasser

Kühlwasser berücksichtigen

Um zu verhindern, dass ein Motor einen qualvollen Hitzetod stirbt, muss das Kühlwasser im richtigen Mischverhältnis zur Verfügung stehen. Das Kühlwasser ist für die Kühlung des Antriebs zuständig und muss gleichzeitig vor Frost schützen. Nach rund zwei Jahren ist ein Austausch ratsam.

5. Kaltstarts meiden

Kaltstarts verlangen dem Motor einiges ab. Um die Motorisierung zu schonen, sollte der Motor nach dem Kaltstart langsam warm gefahren werden. Hohe Drehzahlen unbedingt meiden. Auch die Geschwindigkeit sollte zunächst langsamer sein als gewohnt. Die Temperaturanzeige informiert den Fahrer, wann der Motor warm ist. Bei Diesel-Modellen dauert es meist etwas länger.

6. Vorsicht bei Turbos!

Turbomotoren sollten nach hoher Leistungsbeanspruchung wie zum Beispiel bei voller Ladung und längeren Fahrten eine oder zwei Minuten im Leerlauf laufen dürfen. Der Grund: Turbomotoren werden extrem heiß und können pro Minute bis zu 50.000 Umdrehungen erreichen. Während der Leerlaufphase kann der Motor in Ruhe abkühlen. Das schont den Antrieb. Ob es sich um einen Diesel oder einen Benziner handelt, spielt keine Rolle.

7. Tipp bei neuen Autos

Ist der Motor neu, gilt besondere Sorgfalt. Er muss behutsam eingefahren werden, um die Lebensdauer zu verlängern. Bei den ersten Kilometern sind niedrige bis mittlere Drehzahlen empfehlenswert. Dann hat das Öl Zeit sich zu verteilen und der benötigte Druck kann sich aufbauen. Weitere Empfehlungen zum Einfahren neuer Autos wurden unter autohaus24.de arrangiert.

8. Fahrverhalten anpassen

Fahrverhalten

Das individuelle Fahrverhalten hat großen Einfluss auf die Lebenserwartung eines Motors. Kurzstrecken sollten generell gemieden werden, weil sie sich auf Motoren negativ auswirken. Eine Folge von häufigen Kurzstrecken unter zehn Kilometern ist beispielsweise, dass die Schmierfähigkeit des Motorenöls nachlässt, weil sich Kraftstoff aufgrund der zu geringen Temperatur des Motors darin sammelt. Besonders schädigend sind Kurzstrecken für Diesel mit Rußpartikelfilter.
Der rote Drehzahl-Bereich sollte möglichst gänzlich gemieden werden, genauso wie das ständige Fahren im zu niedrigen Drehzahlbereich. Beschleunigt wird generell gleichmäßig.

9. Temperatur im Auge behalten

Die Temperatur ist ein wichtiger Indikator für den Zustand des Motors. Sollte die Temperaturanzeige in den Grenzbereich geraten, muss das Fahrzeug schnellstmöglich ausgeschaltet werden. Wenn der Motor trotz normalem Betrieb zu heiß wird, könnte die Zylinderkopfdichtung defekt sein. In solchen Fällen, muss ein Profi den Motor inspizieren.

10. Rechtzeitig tanken

Die Reserve wird von vielen Autofahrern zu oft ausgenutzt. Dabei kann es dem Motor durchaus schaden, wenn zu spät getankt wird. Erklärt ist dies einfach: Insbesondere bei älteren Wagen setzen sich Schmutzpartikel gerne am Boden des Tanks ab. Wird die Reserve angetastet, gelangen diese Partikel leichter in den Treibstofffilter und verstopfen ihn womöglich. Zudem ist es denkbar, dass Schmutz in den Verbrennungsraum gerät oder die Treibstoffpumpe beschädigt. Besonders empfindlich reagieren Dieselmotoren auf Kraftstoffknappheit. Im schlimmsten Fall springt das Fahrzeug, nachdem der Motor Luft angesaugt hat, auch nach dem Tanken nicht mehr an. Die Kraftstoffanlage muss anschließend vollständig entlüftet werden, bevor die Fahrt fortgesetzt werden kann.
Das österreichische Motorenmagazin Go! hat ergänzend getestet, ob Premium Sprit tatsächlich Motoren schonen und den Kraftstoffverbrauch senken kann. Im Video erhalten Sie konkrete Hinweise:

BILDER-QUELLEN:
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