Autoleasing: Ja oder nein?

VÖ: 27.10.2020 - 17:02 Uhr. Kommentare: 0

Bei Unternehmern und Selbstständigen ist das Autoleasing ein großes Thema und die gern genutzte Möglichkeit, um Firmenwagen oder auch ganze Fuhrparks zu erhalten. Doch lohnt sich das Leasing auch für Privatpersonen? Ist es sinnvoll, den Wagen zu leasen oder bietet sich der Kauf nicht doch eher an? Dieser Artikel schaut sich die Regeln rund um das Leasing einmal genauer an und erklärt, welche Alternativen es in diesem Bereich gibt.

Verregnete Autoscheibe

Was ist beim Leasing zu beachten?

Um es vorweg zu sagen: Es gibt gute und schlechte Leasingangebote, wobei es letztendlich immer auf den Vertrag ankommt. Das Leasing sollte stets eine Verhandlung zwischen zwei Partnern verstanden werden. Ohne einen Blick auf den Vertrag darf ein solches Geschäft nie abgeschlossen werden.

Und es gibt eine zweite Regel: Jedes Leasingangebot muss für sich und den eigenen Bedarf angesehen, geprüft und abgewogen werden. Derselbe Leasingvertrag kann bei zwei ähnlichen Personen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Bei dem Vergleich von Leasingangeboten ist es wichtig, auf folgende Punkte zu achten:

  • Kilometerleasing – dies ist meist die bessere Variante. Es bietet keine größere Variable, denn beim Vertragsschluss wird eine feste Kilometerzahl für die Dauer des Leasings festgelegt. Die Fahrleistung errechnet sich aus der geschätzten Jahresfahrleistung. Umso höher die Kilometerleistung, desto höher fällt zwar die Leasingrate aus, doch lässt sich damit wunderbar rechnen. Die Alternative, das Restwertleasing, birgt Tücken. Nicht nur wird der Restwert oft unrealistisch hoch angesetzt, damit die Monatsraten günstig wirken, auch kann kein Leasingnehmer die Risiken der Autonutzung vollends abwägen. Die Differenz zahlt er am Ende immer.
  • Fahrzeugübernahme – in der Regel gibt der Leasingnehmer das Fahrzeug nach Ende der Leasingzeit wieder zurück. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Wagen zu erwerben. Nun darf schon der eventuell im Vertrag genannte Restwert nicht mit dem Kaufpreis verwechselt werden. Der Restwert kann, muss aber nicht den Kaufpreis bestimmen. Vielmehr werden oft bei Vertragsschluss die Übernahmepreise in den Vertrag eingebunden. Diesbezüglich sollten Kunden genau prüfen, ob der Übernahmepreis gerechtfertigt ist und nicht den Wert des Fahrzeugs nach Leasingende deutlich übersteigt.
  • Vertragspartner – es ist sehr wichtig, dass im Leasingvertrag der Leasinggeber als Eigentümer des Fahrzeugs genannt wird. Im privaten Bereich hat die Bezeichnung zwar nur geringere steuerrechtliche Wirkungen, doch wer den Wagen beispielsweise bei einem selbstständigen Nebenerwerb nutzen möchte und die Fahrten von der Steuer absetzen will, der kann dies nicht tun, wenn er selbst als Eigentümer aufgeführt ist. Der Leasingnehmer ist nur der Mieter des Fahrzeugs.

Generell sollten Interessenten gerade bei niedrigen Leasingraten genau hinschauen. Oft beinhalten diese Angebote das Restwertleasing, bei dem der Kunde nach Leasingende gerne im Nachhinein für die günstigen Leasingraten aufkommt, indem er die Differenz zum festgeschriebenen Restwert zahlen muss. Gut ist, sich Leasingangebote zu ähnlichen oder identischen Wagen von mehreren Anbietern anzuschauen und diese miteinander zu vergleichen.

Auto-Flatrate statt Leasing?

Für eine lange Zeit gab es rund um das Auto drei Optionen: Kaufen, leasen oder mieten. Mittlerweile gibt es eine weitere Alternative, die das Leasing mit dem Mieten zusammenbringt und in einer Flatrate vereint. Ein gutes Beispiel ist hierbei die Cluno Auto Flatrate. Aber wie kann man sich das vorstellen?

  • Flexibles Konzept - bei der Flatrate handelt es sich um eine flexible Autonutzung, die keine langfristige Bindung beinhaltet. Nutzer sind dauerhaft flexibel und greifen dabei auf ein quasi eigenes Auto zurück. Dafür zahlen sie für die Dauer der Nutzung einen monatlichen Paketpreis.
  • Die Laufzeiten - Nutzer können aus verschiedenen Laufzeiten auswählen. Die kürzeste Zeitspanne beträgt sechs Monate, die längste 18 Monate. Wobei es nicht bedeutet, dass die sechsmonatige Laufzeit bedingt, dass das Auto zurückgegeben werden muss. Der Kunde kann das Abo immer wieder verlängern.
  • Vertragsbeendigung - die Kündigungsfrist beträgt bei den meisten Anbietern drei Monate zum Vertragsende. Allerdings kann der Vertrag erst nach der Mindestlaufzeit gekündigt werden.
  • Die Kosten - sie variieren je nach Laufzeit und Auto. Natürlich sind 18-Monate-Flatrates günstiger als die Kurzflatrates mit sechs Monaten. In den monatlichen Kosten ist allerdings schon alles inkludiert, was rund ums Auto anfällt. Einzig das Tanken muss natürlich der Kunde übernehmen.

Gerade die in die Monatskosten inkludierten Inhalte sind wertvoll. Je nach Anbieter können sie natürlich abweichen, doch gilt zumeist:

  • Freikilometer - sie sind mit rund 1.250 beziffert. Bleibt der Kunde aufs Jahr gerechnet innerhalb der Freikilometer, werden keine Mehrkosten fällig.
  • Wartung - sowohl Wartungen als auch Verschleißreparaturen sind im Preis inbegriffen. Das gilt auch für die AU und den TÜV.
  • Reifen - Ganzjahresreifen, oder natürlich Sommer- und Winterreifen werden gestellt. Der Reifenwechsel ist im Preis inbegriffen.
  • Versicherung/Steuer - sowohl die Kfz-Steuer, die GEZ-Gebühren, die Zulassung als auch die Kfz-Versicherung, die die Teil- und Vollkasko beinhaltet, werden mit der Rate abgeglichen.

Für die Autoversicherung wird meist eine recht humane Selbstbeteiligung vereinbart. Praktisch an dieser Variante ist, dass Nutzer auch schnell zu einem anderen Fahrzeug wechseln können, wenn sich die persönlichen Verhältnisse ändern. Es ist immer möglich, nach der Laufzeit zu einer Familienkutsche oder zurück zu einem Kleinwagen zu wechseln.

Die Auto-Flatrate sollte unbedingt bei der Abwägung, wie das nächste Auto finanziert wird, mit berücksichtigt werden. Sie bietet schlichtweg die Vorzüge eines gemieteten Fahrzeugs, welches aber niemals geteilt werden muss und das auf Wunsch schnell gewechselt werden kann.

Autoschlüssel in der Hand

Fazit – immer genau hinschauen

Sowohl bei dem Autoleasing als auch bei der Auto-Flatrate sollten Nutzer natürlich gut hinschauen und im Vorfeld die Vertragsbestandteile prüfen. Wer gut hinschaut und die Optionen für sich abwägt, der findet heute auch ein gutes Angebot. Beim Leasing gilt immer, nicht allein auf die Kosten der monatlichen Raten zu schauen, sondern schon beim Abschluss das Ende des Vertrags im Blick zu haben. Ein hoher Restwert beim Restwertleasing hat schon zu manchen schlaflosen Nächten geführt, denn das eingesparte Geld der günstigen Monatsraten ist bei Vertragsende im Regelfall nicht mehr vorhanden.

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