Gebrauchte Reifen und Felgen kaufen: Auf diese 4 Punkte sollten Sie achten

Veröffentlicht: 13.04.2023, 11:19 Uhr · Geändert am 14.04.2023, 11:30 Uhr
Gebrauchte Reifen und Felgen kaufen: Auf diese 4 Punkte sollten Sie achten

Gebrauchte Reifen, Felgen und auch Kompletträder sind eine günstige Alternative zu neuen Reifen sowie Felgen und somit für viele Autofahrer eine überlegenswerte Option. Beim Kauf gebrauchter Reifen und Felgen gilt es jedoch einige wichtige Punkte zu beachten – wir haben diese für Sie im folgenden Artikel gesammelt.

Ein Altreifen in Nahaufnahme

1. Bestimmen Sie die richtige Größe von Reifen und Felgen

Da für jedes Fahrzeug nur bestimmte Reifen- und Felgengrößen zugelassen sind, müssen Sie diese vor dem Kauf gebrauchter Räder zweifelsfrei feststellen. Sie finden diese in Ihrer Zulassungsbescheinigung unter Punkt 15 in Teil 1 bzw. im Fahrzeugschein unter den Ziffern 20, 21, 22 sowie 23. Steht dort zum Beispiel 205/60 R16 96H handelt es sich um Reifen mit einer Profilbreite von 205 mm, einer Höhe, die 60 Prozent der Breite entspricht, und die auf 16 Zoll große Felgen passen. Die Zahl 96 steht für den Lastindex und der Buchstabe H für die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Wir empfehlen Ihnen, sich unbedingt an diese Vorgaben zu halten, um sowohl rechtlich als auch sicherheitstechnisch kein Risiko einzugehen. Zwar ist es möglich, bestimmte andere Rad-Reifen-Kombinationen auf einem Fahrzeug zu montieren, diese bedürfen aber einer gesonderten Abnahme durch den TÜV.

2. Achten Sie auf das Alter und die Profiltiefe der Reifen

Das Alter der Reifen spielt eine ausschlaggebende Rolle für deren Fahrtauglichkeit. Daher sollten Sie, auch wenn das Profil auf den ersten Blick noch einen guten Eindruck macht, unbedingt das Alter der Pneus überprüfen, denn zu alte Reifen können ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Grundsätzlich gilt: Reifen sollten maximal sechs bis acht Jahre alt sein, bestenfalls natürlich so neu wie möglich. Das Alter eines Reifens erfahren Sie anhand der an der Reifenflanke befindlichen DOT-Nummer. Diese oval abgesetzte, vierstellige Ziffernfolge gibt über die Herstellungswoche sowie das Herstellungsjahr Auskunft. 0915 würde somit bedeuten, dass der Reifen in der neunten Woche des Jahres 2015 produziert wurde.

Winterreifen erkennen Sie übrigens am Alpine-Symbol, einem dreigezackten Bergpiktogramm an der Reifenflanke. Eine Kennzeichnung mit diesem Symbol ist seit 2018 für alle Winterreifen verpflichtend vorgeschrieben.

Die Profiltiefe eines Reifens messen Sie am besten mit einer Profiltiefenlehre. Sommerreifen sollten mindestens 1,6 mm Profil haben, Winterreifen 4 mm. Darunter lassen die Fahreigenschaften gerade auf nasser sowie schneeglatter Fahrbahn deutlich nach.

3. Überprüfen Sie Reifen und Felgen auf Beschädigungen

Bevor Sie sich für einen Satz gebrauchter Kompletträder oder Reifen und Felgen aus zweiter Hand entscheiden, sollten Sie diese gründlich auf Schäden überprüfen.

Achten Sie bei Reifen auf Risse, poröse Stellen sowie Fremdkörper wie eingefahrene Nägel. Sehen Sie sich auch das Profil genau an: Hat dieses noch die empfohlene Mindesttiefe und ist es gleichmäßig abgefahren? Im Zweifelsfall sollten Sie lieber auf Nummer sicher gehen und andere Reifen wählen.

Auch bei den Felgen lohnt sich ein langer und genauer Blick. Haben die Felgen Bordsteinschäden, gibt es Risse oder sonstige Beschädigungen? Sehen Sie sich auch die Oberfläche genau an. Ist diese gleichmäßig? Unebenheiten können ein Hinweis auf eine erfolgte Reparatur sein – etwas, das gerade bei Felgen sehr heikel ist und nur von ausgewiesenen Profis durchgeführt werden darf. Auch hier gilt, lieber auf Nummer sicher gehen und andere Felgen wählen als beschädigte.

4. Runflat-Reifen oder nicht?

Zahlreiche Autos sind mittlerweile ab Werk mit Runflat-Reifen ausgestattet. Der ADAC empfiehlt, solche Fahrzeuge immer mit Runflat-Reifen zu bewegen, selbst wenn in der Zulassungsbescheinigung auch Standardreifen eingetragen sind.
Runflat-Reifen können ein Fahrzeug dank verstärkter Flanken auch mit niedrigerem Fülldruck bewegen. Leider gibt es noch keine einheitliche Kennzeichnung für Runflat-Reifen, jedoch markieren einige Hersteller ihre Modelle mit der Buchstabenkombination ROF oder bestimmten Runflat-Symbolen.

Wer geschickt vorgeht und einige wichtige Punkte beachtet, kann mit dem Kauf gebrauchter Reifen und Felgen bares Geld sparen, ohne Einbußen bei Optik und Qualität hinnehmen zu müssen. So steht sicherem Fahrspaß auch in der kommenden Saison nichts im Weg.

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