Die Kfz-Versicherung in Zeiten von Corona

VÖ: 16.08.2021 - 18:22 Uhr. Kommentare: 0

Die Kfz-Versicherung stellt eine notwendige, wenn auch nicht selten kostspielige Versicherung dar, die gesetzlich verpflichtend abgeschlossen werden muss, um mit sämtlichen motorbetriebenen Fahrzeugen am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Monatlich, quartalsweise oder jährlich wird ein bestimmter Betrag vom Konto eingezogen, der Eigentümer und Fahrer eines Kraftfahrzeugs vor Schadensansprüchen schützt. Eine gute Kfz-Versicherung mit angemessenem Preis-Leistungs-Verhältnis ist daher nicht nur wünschens-, sondern vor allem erstrebenswert. Verschiedene Anbieter bieten individuelle Beratungen an, um hierbei die bestmögliche Lösung zu finden. Dies ist beispielsweise bei AdmiralDirekt der Fall.

Auto auf Geldscheinen

In Zeiten von Corona stand die Welt bzw. das Kraftfahrzeug oftmals monatelang beinahe gänzlich still. Die Schulfahrt war nicht mehr notwendig, da der Unterricht online stattfand. Der Weg zur Arbeitsstelle musste nicht mehr bestritten werden, da diese ins Homeoffice verlegt wurde. Familie und Freunde konnten teilweise über Wochen oder gar Monate nicht besucht werden, da es entweder aufgrund von Lockdowns untersagt war oder die potenzielle Gefahr einer Ansteckung zu hoch eingeschätzt wurde. Urlaube von Herbst bis Sommer wurden mehrheitlich verschoben. Restaurants konnten nicht mehr besucht werden, daher wurde das Essen geliefert. Ein Zeugnis des zurückgehenden Gebrauchs von Fahrzeugen waren unter anderem auch die sinkenden Spritpreise. Die geringere Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot spiegelte sich spürbar in ihrem Preis wider.

Genutzt wurde das Auto und Co. letztlich meist nur zum Einkaufen oder zum Fahren in eine Teststraße. Wenige Berufsgruppen mussten ihrer Arbeit vor Ort nachgehen. Sämtliche Arbeitnehmer, die von zuhause arbeiten konnten, wurden dazu aufgefordert, diese im Homeoffice zu erbringen. Bezahlt wurden die Kfz-Versicherungen dennoch in der gleichen Höhe wie in den vorausgegangenen Jahren, obwohl ihre Verwendung auf ein Minimum reduziert wurde. Dadurch, dass die Fahrzeuge den wesentlichen Teil des Tages auf dem Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Eigenheims verbrachten und kaum auf öffentlichen Straßen zu finden waren, sank automatisch das Risiko eines Unfalles. Eine genauere Untersuchung des Versicherer-Verbands GDV ergab, dass im Jahre 2020 die Schadenssumme aufgrund von Unfällen um 2,3 Milliarden Euro gesunken ist.

Tatsächlich wurden viele Kfz-Versicherungen abgeschlossen, in denen vertraglich festgeschrieben wurde, wie viele Kilometer im Jahr durchschnittlich gefahren werden. Wenn diese nicht erreicht werden, so besteht grundsätzlich die Möglichkeit, einen bestimmten Teilbetrag wiederzuerhalten. Leider informieren nur wenige Versicherungen ihre Kunden über diesen Umstand, sodass diese eine Korrektur des Kilometerstandes rechtzeitig beanspruchen und Teile der bereits bezahlten Beiträge zurückfordern können. Die Passivität der Versicherungen wird damit begründet, dass Kunden ihnen jederzeit eine Mitteilung über die Höhe der Kilometer die zukünftig gefahren werden, zukommen lassen können. Hierbei beziehen sich diese allerdings auf zukünftige Raten und nicht auf vergangene Zahlungen. Eine Reduzierung der Prämie kann nur für das laufende Versicherungsjahr erfolgen. Der Beginn eines Versicherungsjahres ist wiederum vom Zeitpunkt des Abschlusses der Versicherung abhängig. Für die wesentliche Mehrheit der Kfz-Fahrer beginnt das Versicherungsjahr im Jänner. Das bedeutet folglich, dass Beträge bis Jänner 2021 angepasst werden können – selbstverständlich nur dann, wenn der Kilometerstand im Versicherungsvertrag Berücksichtigung findet. Gleichzeitig impliziert das, dass sämtliche Teile der Beträge des Jahres 2020 nicht mehr reduziert und zurückerhalten werden können, da eine Anpassung in einem abgeschlossenen Versicherungsjahr nicht mehr möglich ist. Im Durchschnitt wird lediglich jede siebente Versicherung unterm Jahr fällig. Jene Versicherungsnehmer, auf die dies zutrifft, können eine Anpassung der Beträge des Jahres 2020 fordern. Wenn beispielsweise ein Versicherungsjahr im September anfängt, können nicht nur sämtliche bereits bezahlte Beträge aus dem Jahr 2021 geltend gemacht werden, sondern auch jene von Oktober, November und Dezember des Jahres 2021.

Für all jene deren Versicherungsjahr bereits im Jänner begann, ist die Passivität bestimmter Versicherungen ärgerlich und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Unmut führen. Eine vertrauensvolle Basis ist das notwendige Fundament jeglicher Versicherung. Einerseits wollen Kunden darauf vertrauen können, von ihrer Ansprechperson bestmöglich beraten und individuell betreut zu werden, andererseits fordern Versicherungen selbst eine ehrliche Kommunikationskultur, um etwaige Risiken angemessen einschätzen zu können. Doch wenn eine dieser Parteien der anderen wichtige Informationen vorenthält, kann dieser Vertrauensbonus schnell verloren gehen. Ein Wechsel einer Versicherung wirkt auf dem ersten Blick aufwändig und zeitintensiv. Tatsächlich kann jedoch in wenigen Minuten eine Versicherung gekündigt werden und nach Ende der Kündigungsfrist nicht selten mit wenigen Klicks eine neue abgeschlossen werden. Wie hoch der verursachte Vertrauensschaden ist, kann nur von jedem Kunden individuell festgestellt werden. Durch Passivität höhere Gewinne zu erzielen, ist jedoch in diesem Fall zu kurzfristig gedacht und führt mit Sicherheit langfristig zu keinem Erfolg.

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