Ein Leben ohne Auto - eine realistische Alternative?

VÖ: 29.03.2021 - 20:47 Uhr. Kommentare: 0
KFZ Fahrzeuge bei Autohändler - Rücklichter

Das Leben in der Großstadt ist teuer. Doch nicht nur die deutlich höheren Mieten, sondern auch die Kosten für Lebenshaltung, Kinderbetreuung und Ausgaben für kulturelle Veranstaltungen aller Art knabbern am Haushaltsbudget. Daher überlegen immer mehr Großstadtbewohner, ob der Luxus des eigenen Autos nicht verzichtbar ist.

Gut die Hälfte der Haushalte in Metropolen wie Hamburg, München oder Berlin haben die Entscheidung bereits getroffen. Sie kommen ohne eigenes Auto aus. Während die Bevölkerung auf dem Land aufgrund unzureichender Frequenz öffentlicher Verkehrsmittel quasi auf Gedeih und Verderb auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen ist, gibt es in der Großstadt ausreichend Alternativen. Überhaupt ist die Fahrt mit dem eigenen PKW – gerade zu den Hauptverkehrszeiten – für viele eher ein Ärgernis. Während Straßenbahn und Fahrräder links und rechts vorbeidüsen, quält man sich in der PKW-Kolonne mit fast schmerzhafter Langsamkeit durch die City, nur um sich am Ende auf die ermüdende Suche nach einem der knappen und teuren Parkplätze zu machen.

Kostenfaktor Auto

Neben der Tatsache, dass die Nutzung des eigenen Autos in der Großstadt keinesfalls immer die bequemste und schnellste Variante ist, spielt auch die Frage der Kosten eine wesentliche Rolle. Natürlich ist der finanzielle Aufwand abhängig von der Art des Fahrzeugs, des Nutzungsumfangs und der persönlichen Daten des Fahrers. Aber für Steuer, Versicherung, Benzin, Wartung, Reparaturen, evtl. Garagen- oder Parkplatzmiete kommen auch bei einem Kleinwagen schnell mehr als 300 Euro pro Monat zusammen. Daher gilt: Vergleichen lohnt sich! Insbesondere beim Reifenkauf oder bei Versicherungen kann schnell ein nennenswerter Betrag gespart werden. Keinesfalls zu vernachlässigen sind auch die monatlichen Kosten für die Finanzierung des Fahrzeugs. Die allerwenigsten Autos werden heute aus Eigenmitteln bezahlt. Daher ist in der Regel eine Kreditrate in das monatliche Budget mit einzurechnen. Alternativ kann natürlich das entsprechende Guthaben auch vor dem Kauf angespart werden. Abgesehen von der Zinsersparnis ändert dies aber wenig an der monatlichen Belastung.

Alternativen zum Auto

Statistiker haben errechnet, dass ein Auto im Durchschnitt nur etwa eine Stunde pro Tag in Betrieb ist. Primärer Zweck ist die Hin- und Rückfahrt zur Arbeit. Diese Stunde Flexibilität verschlingt in der Relation immense Kosten. In den meisten Haushalten ist das Auto nach den Ausgaben für Wohnen der größte Kostenfaktor. Sehr häufig lässt sich diese Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen – meist günstiger und schneller. Da durch die Coronakrise der Trend in Zukunft eher zum Homeoffice geht, sollte dies die Tendenz zum Verzicht auf das eigene Fahrzeug noch verstärken. Seit einigen Jahren wird zudem mit Hochdruck am Ausbau neuer Radwege in Städten gearbeitet. Mittlerweile ist für viele das Fahrrad eine ernst zu nehmende Alternative zum Auto geworden. Zudem bieten etliche Firmen steueroptimierte Leasingmodelle für E-Bikes an. Selbstverständlich lässt sich nicht jede Fahrt mit dem Fahrrad zurücklegen. Gerade beim Transport von schweren oder sperrigen Gütern, bei weiteren Strecken oder bei ungünstiger Witterung ist und bleibt das Auto die beste Wahl. Es muss allerdings nicht das eigene Vehikel sein. In Großstädten ist in den letzten Jahren ein deutlicher Trend zum Carsharing festzustellen. Bei diesem Modell bucht der Kunde den gewünschten Wagen und bezahlt nur für die genutzte Zeit bzw. die gefahrenen Kilometer. Wer nur gelegentlich ein Fahrzeug benötigt, findet im Carsharing ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungsverhältnis vor.

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