Sparfüchse aufgepasst: So lässt sich bei der Autoreparatur Geld sparen

VÖ: 06.07.2022 - 13:51 Uhr. Kommentare: 0

Muss das Fahrzeug in die Werkstatt, kann das für den Besitzer ziemlich teuer werden. Dennoch ist es nicht immer nötig, das Sparbuch zu plündern. Mit ein paar Tipps und Tricks gelingt es Geld einzusparen – gewusst wie!

KFZ Reparatur Ersatzteil Bremsscheibe

Wie lässt sich bei einer Autoreparatur bares Geld einsparen?

Wer sein Auto in einer freien Werkstatt reparieren lässt, kann nach Kfz Teilen von freien Anbietern fragen. Diese Ersatzteile sind oftmals günstiger als Originalteile von namhaften Produzenten. Die Frage lohnt übrigens auch in Markenwerkstätten. Manchmal bieten diese Teile oder Servicepakete an, die günstiger im Gesamtpreis ausfallen. Es kann sich also durchaus lohnen, direkt nachzufragen. Denn für Fahrzeuge, die ungefähr vier oder fünf Jahre alt sind, lassen sich Preisvorteile von bis zu 30 Prozent erzielen.

Tipp: Zulieferer verkaufen unter eigenem Namen Produkte sowie Autoersatzteile, die sie ebenso an Autohersteller liefern. Häufig produzieren Autohersteller bis zu einem Drittel der Fahrzeugteile nicht selbst. Diverse Teile stammen von externen Zulieferern, die wiederum auch freie Autoteile für den Handel anbieten.

Vorsicht bei der Ersatzteilqualität

Selbstverständlich sind verschiedene Ersatzteile günstiger erhältlich, doch die Identteile unterscheiden sich häufig von den Originalteilen. Da es keine neutralen Prüfungen gibt, kann auch kein Maßstab im Bereich der Lebensdauer gesetzt werden. Es ist also nicht belegt, ob die Qualität der Ersatzware ebenso gut ist wie die der Originalware.

Daher ist es ratsam, nur Angebote von Ersatzteilen in Anspruch zu nehmen, die aus sicheren Quellen stammen. Das bedeutet, dass die Kfz Teile am besten von namhaften Anbietern produziert wurden.

Hinweis: Handelt es sich um Originalersatzteile, die im Preis jedoch deutlich (mehr als 30 Prozent) vergünstigt sind, sollten Kunden hellhörig werden.

Was hat es mit dem Designschutz auf sich?

Der freie Ersatzteilmarkt funktioniert leider hierzulande nicht so gewinnversprechend wie in anderen europäischen Ländern. Das liegt mitunter am Designschutz. Autoproduzenten können Preise für sichtbare Ersatzteile wie Scheinwerfer oder Außenspiegel dank eingetragener Designrechte selbst festlegen. Das liegt an dem sogenannten Geschmacksmusterrecht sowie dem Designschutz.

Zwar ist der Designschutz im Jahr 2020 abgeschafft worden, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, dennoch trifft das nur auf Ersatzteile zu, die nach dem neuen Gesetz gefertigt wurden. Auf vorherige Designs ist demnach noch ein Bestandsschutz von bis zu 25 Jahren eingetragen. Wer jedoch dieses Vorwissen nutzt, kann in der Werkstatt nachfragen, ob es Nachbauteile gibt, die nach 2020 entstanden sind.

Mit Gebrauchtteilen lassen sich einige Schnäppchen schlagen

Natürlich muss es nicht immer ein brandneues Ersatzteil sein. Es gibt auch Austauschteile von Autoherstellern oder Zulieferern, die gebraucht, aber noch vollkommen intakt sind. So lässt sich eine Lichtmaschine, die sehr teuer in der Neuanschaffung ist, durchaus gebraucht verwenden. Bei diesem Ersatzteil gehen häufig nur Wicklung, Kohlen oder Lager kaputt. Das Gehäuse hingegen bleibt oft unberührt und kann daher weiter verwendet werden. Das spart nicht nur wertvolle Ressourcen ein, sondern natürlich auch Geld.

Es ist ebenso möglich, verschiedene Gebrauchtteile aus Unfall- oder Altwagen zu entnehmen, die absolut funktionstüchtig sind. Inzwischen gibt es Gebrauchtteilemärkte, die sich komplett auf diesen Bereich spezialisiert haben. Natürlich ist auch in diesem Rahmen auf Garantien zu achten und dass es sich um keine sicherheitsrelevanten Ersatzteile handelt.

Tipp: Weniger empfehlenswert sind Ersatzteile unbekannter Marken und Hersteller. Der Vertrieb erfolgt oftmals im Internet, sodass Garantien und Qualitätsnachweise nicht möglich sind. Hier ist Vorsicht geboten, um keine Einbußen hinnehmen zu müssen.

Zudem ist es nicht immer nötig, ganze Ersatzteile in Anspruch zu nehmen. Vor allem bei kleinen Schäden sind Reparaturen mit wenig Aufwand möglich. Hier muss nicht immer ein Komplettaustausch erfolgen. Polster, Glas oder Kunststoffe lassen sich häufig mit kleineren Schönheitsreparaturen aufbessern, deren Mängel im Nachhinein gar nicht mehr auffallen.

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