Alles Wichtige zur KFZ-Steuer

VÖ: 29.03.2021 - 09:38 Uhr. Kommentare: 0

Manch einer fragt sich wahrscheinlich, wie sich die KFZ-Steuer, die man in Deutschland jedes Jahr für sein Fahrzeug zu bezahlen hat, zusammensetzt. In die Berechnung fließen viele Faktoren mit ein: Diesel- oder Benzinmotor, die Schadstoffklasse, Größe des Hubraums und einiges mehr. Wir erklären in diesem Artikel im Detail, wie die Berechnung funktioniert, und ob es sich finanziell lohnt, sich von seinem Gefährt älteren Baujahres zu trennen und in ein neues Auto zu investieren.

Kernfaktoren für die Höhe der KFZ-Steuer

Zur Berechnung der KFZ-Steuer werden folgende Fahrzeugeigenschaften betrachtet:

  • Antriebsart (Diesel-, Benzin, oder Elektromotor)
  • Hubraumgröße
  • CO2-Ausstoß
  • Emissionsklasse
  • Datum der Erstzulassung

Elektroautos profitieren von einer Steuerfreiheit für einen bestimmten Zeitraum nach Erstzulassung, und danach von steuerlichen Vergünstigungen, auf die später noch näher eingegangen wird. Die Berechnung der Summe für die Antriebsart hängt von der Hubraumgröße ab. Dabei gilt für Benziner, die ab Juli 2009 zugelassen wurden, pro angefangenen 100cm³ Hubraum ein Betrag von 2 Euro, für Diesel ab 2009 9,50 Euro bzw. 9 Euro ab 2014. Je nachdem, in welcher Emissionsklasse der Diesel- oder Benzin-Pkw ist, fällt der Beitrag zur KFZ-Steuer niedriger oder höher aus.

Unterschieden wird dabei von Euro-0 bis Euro-3 (und besser). Für einen Benzinmotor in der Euro-0-Schadstoffklasse werden pro angefangene 100cm³ Hubraum 25,36 Euro fällig, während es für Euro-3 oder besser 6,75 Euro sind. Für Dieselmotoren liegen die Beträge in den Schadstoffklassen etwas höher: 37,58 Euro in Euro-0 und 15,44 Euro in Euro-3 (und besser).

Seit 2014 gibt es für sämtliche neu zugelassene Fahrzeuge, die den Grenzwert für den CO2-Ausstoß (95g/km) überschreiten, einen Steueraufschlag in Höhe von 2 Euro pro Gramm über dem Grenzwert. Beim Neuwagenkauf ist es also wichtig, dass man sich den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs genau anschaut und vorab prüft, wie hoch die Steuer ist. Mit einem KFZ-Steuerrechner lässt sich dies sehr einfach ermitteln.

Mann hält Tempo 30 Schild in die Luft, hinter ihm ein Stau mit vielen Abgasen

Für welche Fahrzeuge muss man keine oder weniger KFZ-Steuer bezahlen?

Wie bereits erwähnt, gibt es für Elektrofahrzeuge steuerliche Vergünstigungen. Da es keinen Schadstoffausstoß gibt, sind Besitzer von Elektroautos, die ihr Fahrzeug zwischen 18. Mai 2011 und 31. Dezember 2025 zulassen (oder schon zugelassen haben) von der KFZ-Steuer bis zum 31.12.2030 komplett befreit. Anschließend müssen E-Auto-Besitzer nur die Hälfte der Steuern zahlen. Indirekt profitieren Fahrzeughalter von Erdgas-Autos von niedrigeren Steuern, zwar nicht bei der KFZ-Steuer, jedoch beim Tanken, denn Erdgas ist weniger hoch besteuert als Diesel und Benzin.

Über eine niedrige KFZ-Steuer dürfen sich auch Oldtimer-Fahrer freuen, sofern sie ein H-Kennzeichen haben. Dieses gibt es ab einem Fahrzeugalter von 30 Jahren. Als Steuer wird dann ein Pauschalpreis von 191 Euro pro Jahr fällig. Besitzt der Fahrzeughalter einen Schwerbehindertenausweis, gilt komplette Steuerfreiheit, ganz gleich, welches Fahrzeug gefahren wird.

Ab 2021 wird es für große Spritschlucker richtig teuer

Am 1. Januar 2021 trat ein neues Gesetz zur Besteuerung von Fahrzeugen mit besonders hohem Spritverbrauch bzw. Schadstoffausstoß in Kraft.

Werden 95 Gramm CO2/km überschritten, wird ausgehend von 2 Euro pro Gramm, das oberhalb des Grenzwertes liegt, ein Steueraufschlag fällig. Die Berechnung ist dabei nicht linear, sondern graduell. Das heißt, dass für Fahrzeuge mit sehr hohem Emissionsausstoß bis zu 4 Euro pro Gramm fällig werden können. Ziel der Bundesregierung ist es, mit dieser Neuregelung die Menschen

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