Vom Fahrrad zum Auto · Vom Auto zum Pedelec

VÖ: 24.05.2019 - 21:29 Uhr. Kommentare: 0
Pedelec im Grünen

Seit über 11 Jahren informieren wir die Nutzer unseres Portals über die aktuellen Kraftstoffpreise und versorgen somit vor allem Personen mit Informationen, die ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ihr Eigen nennen. Dass eine Fahrt mit dem Auto oder dem Motorrad weder die Gesundheit fördert noch der Umwelt zu Gute kommt, dürfte selbst den sogenannten Klimaleugnern bewusst sein. In einer Zeit, in der tausende junge Menschen unter dem Hashtag #FridaysForFuture für den Umweltschutz auf die Straßen gehen und "die Grünen" eine Art Hochkonjunktur in Deutschland zelebrieren, wollen wir uns in diesem Artikel eine Fortbewegungsmethode anschauen, die auf die Verbrennung von Benzin- oder Dieselkraftstoff verzichtet und dennoch keine körperlichen Höchstleistungen erfordert. Die Rede ist vom Pedelec.

Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit Elektroantrieb, der jedoch nur dann zu werkeln beginnt, wenn der Fahrer auch selbst aktiv in die Pedale tritt. Im Unterschied zu klassischen E-Bikes - also komplett elektronisch angetriebenen Fahrrädern - erwartet das Pedelec also körperliche Betätigung vom Fahrer und untersützt diese. Der Begriff "Pedelec" ist übrigens eine Fusion der englischen Worte "Pedal Electric Cycle".

Schenkt man dem Onlineportal "Statista" glauben, wurden im Jahr 2018 fast eine Millionen E-Bikes in Deutschland verkauft. Auch wenn das besagte Portal nicht explizit zwischen konventionellem E-Bike und Pedelec differenziert, wird dennoch klar, dass elektronische Fahrräder aller Arten immer beliebter werden. Dieser Trend zeichnet sich nicht nur für Privathaushalte ab, denn E-Bikes und Pedelecs werden z.B. auch von immer mehr Betreibern im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bereit gestellt, um alternative und umweltschonende Angebote zum Bus- und Straßenbahnverkehr zu offerieren. Ein Beispiel für diesen Trend liefert z.B. der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) mit Sitz in Kassel.

Den Dienstweg aktiv und umweltschonend gestalten

Wenn Sie Tag für Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren, werden Ihnen innerstädtische Staubildungen zu den sprichwörtlichen Stoßzeiten kein Fremdwort sein. Hinzu kommt der Fakt, dass nicht alle Arbeitgeber und Dienststellen eine ausreichende Anzahl an Mitarbeiterparkplätzen zur Verfügung stellen. Stress am Morgen und zur Feierabendzeit ist somit vorprogrammiert und auch dieser ist bekannterweise alles andere als gesundheitsfördernd. Warum also nicht mal neue Wege gehen und mit dem Pedelec zur Arbeit fahren?
Natürlich ist es ein gewaltiger Schritt den inneren Schweinehund zu überwinden und vom komfortablen 5-Türer mit Heizung respektive Klimaanlage auf einen Fahrradsattel umzusteigen. Viele von uns dürften ein Zweirad als tägliches Fortbewegungsmittel nur noch aus der guten alten Schulzeit kennen - wenn überhaupt. Dabei bringt die Nutzung eines Pedelecs für den täglichen Arbeitsweg eine Menge Vorteile mit sich, die sich defacto nicht wegdiskutieren lassen. Angefangen bei der körperlichen Betätigung, die Dank der Unterstützung des Motors nie in Richtung Extremsport entgleiten kann, über eine erhöhte Dosis an Frischluftzufuhr bis hin zu der signifikanten Kosteneinsparung, die sich trotz eines durchschnittlichen Anschaffungspreises von rund 2500 Euro für ein Pedelec schnell bemerkbar macht.

Apropos Kosten und Geld: Immer mehr Städte und Kommunen bezuschussen inzwischen Arbeitgeber und/oder Freiberufler bei der Anschaffung von E-Bikes bzw. Pedelecs - z.B. München oder die Universitätsstadt Tübingen. Dies bedeutet auch, dass immer mehr Arbeitgeber bereit sind ihre Angestellten nicht nur mit dem klassischen Dienstwagen, sondern auch mit einem "Dienstbike" auszustatten. Für Firmen dürfte hierbei nicht nur die besagte Bezuschussung bzw. Förderung von komunaler Seite interessant sein, sondern auch die aktive Gesundheitsförderung ihrer Angestellten. Darüber hinaus lässt sich die Bereitstellung von Pedelecs natürlich auch optimal fürs Marketing verwenden. Vor allem dann, wenn eine positive CO2- und Klimabilanz den Unternehmensprinzipien unterliegen und der ökologische Fußabdruck möglichst gering ausfallen soll.

Die schönste Fahrt des Tages

Abschließend sollte noch berücksichtigt werden, dass der Dienstweg bekanntlich keine Einbahnstraße ist. Anders formuliert: Wer sich für ein Pedelec als Transportmittel für den Weg zur Arbeit entscheidet, entscheidet sich auch für die entspannte Radtour gen Feierabend. Und machen wir uns nichs vor: Diese Fahrt ist die schönste Fahrt des Tages.

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