Benzinpumpe defekt – so wird sie gewechselt

VÖ: 27.10.2020 - 16:28 Uhr. Kommentare: 0

Jeder Verbrennungsmotor braucht Kraftstoff als zündfähiges Gemisch. Die Benzinpumpe befördert die gewünschte Menge zur Einspritzanlage, wo das Benzin dann den einzelnen Zylindern zugeteilt werden kann. Mit der Verbrennung landet es im Motor und das Fahrzeug läuft. Ist die Pumpe defekt, gelangt also nur noch wenig oder gar kein Kraftstoff mehr zum Motor und die Leistung fällt ab. Im folgenden Ratgeber untersuchen wir genauer, wie es zu solch einem Defekt kommen kann und was die Reparatur kostet.

Fahrer sitzt im Auto und schaut durch Scheibe

Erste Anzeichen und Ursachen: der Motor stottert

Eine defekte Benzinpumpe kann den Motor nicht mehr ausreichend mit Sprit versorgen. Das ist schnell zu merken in Form von kleinen Aussetzern oder mangelnder Leistung. Der Motor stottert und treibt das Fahrzeug nicht mehr weiter voran. Manchmal fährt das Auto auch auffallend langsam an oder besitzt keine richtige Beschleunigung mehr. Selbst während der Fahrt kann es zu einem Einbruch in der Leistung kommen oder zum Stottern des Motors bei recht hoher Geschwindigkeit. Hier geht es an die eigene Fahrsicherheit. Der Motor beschleunigt manchmal von selbst, wenn plötzlich wieder Kraftstoff an der Einspritzanlage ankommt. Der Stillstand des kompletten Motors lässt aber meist nicht lange auf sich warten. Fassen wir die ersten Anzeichen zusammen:

  • Motor stottert
  • kleine Aussetzer beim Fahren
  • zu wenig Leistung
  • zu langsames Anfahren
  • keine richtige Beschleunigung
  • plötzlicher Leistungsverlust
  • Motor springt nicht mehr an

Sobald diese Anzeichen den Fahrkomfort oder auch die Sicherheit beeinträchtigen, sollte genauer nach der Ursache geforscht werden. Ein mechanischer oder technischer Defekt der Benzinpumpe könnte vorliegen. Vielleicht sind aber auch die Leitungen verschmutzt oder verstopft? Das komplette Kraftstoffsystem muss auf den Prüfstand.

Benzinpumpe defekt – welche Modelle passen?

Bevor eine komplett neue Benzinpumpe eingebaut wird, müssen erst andere Fehler ausgeschlossen werden. Deshalb sind zunächst die elektrischen Anschlüsse, Sicherungen und auch die Motorsteuerung zu prüfen. Ein korrodierter Kontakt oder ein kaputtes Kabel können bereits die Ursache sein. Oftmals sind es Verschmutzungen oder Verstopfungen, die keinen Sprit mehr durch die Leitungen lassen. Ist die Benzinpumpe selbst defekt, muss sie natürlich ausgetauscht werden. Doch welche Modelle passen zum jeweiligen Fahrzeug? Hier hilft DAPARTO als Online-Händler und Preisvergleich für Autoteile weiter. In der speziellen Suchmaske werden die besten Angebote und Ersatzteile für das eigene Fahrzeug angezeigt. Außerdem ist eine detaillierte Beschreibung zu jedem Artikel vorhanden.

Selbst wechseln oder Werkstatt aufsuchen?

Ambitionierte Autobastler und KFZ-Mechaniker können die Benzinpumpe natürlich selbst wechseln. Sie brauchen im besten Fall nur eine Hebebühnen und das richtige Werkzeug. Mechanische Benzinpumpen sind direkt am Motor verbaut und lassen sich leicht demontieren. Elektrische Modelle finden sich manchmal im Kraftstofftank wieder und sind für den Laien nur schwer erreichbar. In diesem Fall sei eine geschulte Fachwerkstatt empfohlen. Schließlich geht das Wechseln der Benzinpumpe immer mit den Gasen im Treibstoff und mit der Bordelektronik einher. Gearbeitet wird direkt am Benzin, sodass Mund, Nase und Augen geschützt sein müssen. Offenes Feuer in der Werkstatt oder in der näheren Umgebung ist bei diesem Vorgang unbedingt zu vermeiden. Außerdem sollte das passende Löschmittel parat stehen, falls doch etwas in Brand gerät.

Wichtig: Ohne spezielle Sicherheitsausrüstung und vor allem ohne Erfahrung sollte diese Reparatur nicht selbst durchgeführt werden. Sie ist sehr anspruchsvoll und je nach Lage der Benzinpumpe von einer Fachwerkstatt zu übernehmen.

Was kostet eine neue Benzinpumpe?

Es gibt keinen pauschalen Preis für eine Benzinpumpe. Die Kosten variieren stark je nach Hersteller oder Fahrzeugmodell. Für die Pumpe selbst ist ein Preis zwischen 100 und 400 Euro fällig. Hinzu kommt meist der Montageaufwand der Fachwerkstatt. Hier muss die alte Benzinpumpe erst ausgebaut und das neue Modell wieder korrekt eingesetzt und geprüft werden. Derartige Reparaturen kosten etwa zwei bis drei Stunden Zeit. Insgesamt ergibt sich damit eine Rechnung von etwa 400 bis 900 Euro. Ein kleiner Tipp: das Ersatzteil selbst besorgen und mit in die Werkstatt geben. Viele Fachwerkstätten rechnen die Ersatzteile mit hohen Gebühren ab, sodass sich vorab ein Vergleich lohnt.

Trotzdem selbst reparieren – kurze Anleitung

Mit etwas Zeit, den nötigen Sicherheitsvorkehrungen und vielleicht ein paar helfenden Händen kann die Benzinpumpe auch selbst gewechselt werden. Zunächst ist das alte Bauteil zu entfernen. Dabei sind die Verschraubungen zu lösen und die Kraftstoffleitungen vorher abzumachen. Danach wird noch der Stecker für die Stromversorgung entfernt und die Pumpe abgenommen. Überschüssiger Kraftstoff muss in den Tank abtropfen. Nun kann die neue Pumpe eingesetzt werden. Wichtig ist, auch die Dichtungen zu prüfen, damit kein Kraftstoff später austreten kann. Außerdem dürfen keine Schläuche beschädigt werden. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ist alles wieder festgeschraubt und mit der Pumpe verbunden, kann ein erster Test erfolgen. Anschließend werden noch die Fehlermeldungen im Steuergerät gelöscht. Jetzt kann die Probefahrt beginnen und der Tank wieder gefüllt werden.

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